Offroad Reise extrem im 4x4 LKW durch Afrika: Namibia, Botswana, Sambia, Malawi und Tansania


 
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Alles fing damit an, dass einige Leute ihre Fahrzeuge aus Namibia wieder zurück nach Deutschland überführen wollte. In diversen Internetforen wurde nach Mitfahrern gesucht, die sich an den Spritkosten beteiligen sollten. Spontan nahm ich Kontakt auf, erhielt eine positive Rückmeldung und sollte mich zum vereinbarten Zeitpunkt am Startpunkt in Namibia einfinden.
 

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Zunächst wollte ich mir jedoch nach Kapstadt ansehen. So einfach wie gedacht, war dieses Vorhaben jedoch nicht.
 
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Als ich beim Einchecken kein Rückflugticket vorweisen konnte, wollte mich die deutsche Fluggesellschaft gar nicht erst nach Südafrika mit nehmen.
 
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Nur weil ich bereits online ein Intercape Busticket in ein anderes Land gebucht hatte und beweisen konnte, dass ich Südafrika auch wieder verlassen wollte, durfte ich schliesslich den bereits bezahlten Flug antreten. Ein schlechterer Kundenservice ist nicht möglich. 11 Stunden später verlief die offizielle Einreise in Südafrika total entspannt. Niemand fragte nach einem Rückflugticket oder einer Sicherheitsleistung.
 
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Meine Freunde holten mich zu sich nach Fishhoek, einem sehr schönen Vorort von Capetown. Es freute mich sehr, dass es hier am indischen Ozean bzw. im Nachbarort Simonstown tatsächlich wild lebende Pinguine gibt.
 
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Ebenfalls erstaunlich fand ich dagegen die vielen Geckos, die ich beim Wandern auf dem Tafelberg aufschreckte. Der Tafelberg ermöglicht an sonnigen Tagen all jenen einen schönen Blick auf Capetown, die entweder den sehr steilen Weg hinauf gemeistert haben, oder die bis zu eine Stunde für die Benutzung der Seilbahn angestanden haben.
 
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Geckos gibt es auch in den vielen Ghettos, die rings um Capetown wachsen. Einen kleinen Einblick in die Lebensweise der Leute dort erhielt ich eines Tages, als meine Freunde ihren Gärtner heim nach Masiphumelele fuhren. Hier leben viele Familien in sehr kleinen sogenannten Checks zusammen.
 
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Diese Hütten aus Wellblech und Holz haben meist nur einen Raum, der sowohl zum Schlafen als auch zum Kochen verwendet wird, während das eigentliche Leben auf der Strasse stattfindet.
 
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Nicht selten kommt es hier zu Feuern, die nicht nur viele Hektar trockene Grünfläche sondern auch ganze Ortschaften vernichten. Die meisten Einwohner lassen sich von solchen Feuern jedoch nicht klein kriegen.
 
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während die Kinder in den Ruinen spielen und die Frauen Essen kochen, bauen die Männer ihre Hütten innerhalb weniger Tage mit neuen Holzlatten, altem Wellblech und allem was sonst verfügbar ist, wieder auf.
Dabei wird die Zeit des Neuaufbaus auch dazu genutzt, den eigenen Wohnsitz falls möglich näher an die öffentlichen Wasserstellen zu verlegen.
Von so viel Gelassenheit und Pragmatismus beim Krisenmanagement, können wir als Europäer wirklich noch was lernen.
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Vor meiner Weiterreise nach Namibia besuchte ich noch das für jeden Tourist obligatorischen Kap der guten Hoffnung. Offiziell ist Touristen der Zugang zu diesem windigen Ort, der keines Falls der südlichste Punkt Afrika ist, nur bis zum ersten Leuchtturm gestattet. Mich zog es jedoch über einige Absperrungen weiter vor bis zum zweiten Leuchtturm.
 
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Hier konnte man die volle kraft des Windes spüren, während einem der Gischt der Wellen ins Gesicht spritzte. Ein Moment in dem einem klar wird, das die Natur nach wie vor stärker ist als der Mensch.
 
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Nach zwei schönen Wochen in Kapstadt fuhr ich per Bus weiter nach Namibia und erreichte nach 22 Stunden Fahrt die Stadt Windhoek. Hier wurde ich freundliche von Daniel (Namen von der Redaktion geändert) mit seinem Truck abgeholt. Daniel, ebenfalls Deutscher, hat einige Jahre in Afrika gelebt und gearbeitet, bevor er beschlossen hat mit seinem Truck wieder zurück nach Deutschland zu fahren.
 
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Dass dieser Plan jedoch nicht mehr aktuell ist, erfuhr ich wenige Minuten nach meiner Ankunft. Statt bis nach Kiel könne ich aber bis nach Dar es Salaam in Tansania mitfahren. Von dort aus würden sowieso die meisten Mitreisenden zurück nach Deutschland fliegen.
Die Anderen Mitreisenden lernte ich am nächsten Abend im bekannten Restaurant Joes bei Krokodilbraten und Bier kennen.
 
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während uns Georg, der sich Daniels Tour mit seinem eigenen Unimog angeschlossen hat, uns das Parteienprogramm seiner noch zu gründenden radikalen Mitte erläuterte, kämpfte Till mit seiner riesigen "strong man" Keule. Silvia hatte nach der Schule im Waisenhaus gearbeitet und löffelte schweigsam einen Nachtisch. Henri prostete Sabine zu, als Johannes uns über die neuesten, weltpolitischen Ereignisse aufklärte.
 
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Nun fehlten neben Markus, der die zum Camper umgebaute Feuerwehr, die Daniel auf Grund seiner zahlreichen Mitfahrer ausgeliehen hatte fahren sollte, nur noch Daniels Frau und seiner Tochter. Beide wurden am nächsten Tag vom Flughafen abgeholt. Wenig später traf auch Markus ein. Damit war die elf köpfige Mannschaft der drei Fahrzeuge vollständig und die Reise konnte beginnen.
 
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Da die Fahrt über den asphaltierten Kaprivi keinen besonderen Reiz versprach, planten wir durch Botswana vorbei am Okavango Delta durch die Kalahari Wüste nach Maun und weiter durch den Chobe Nationalpark nach Kasane zu fahren. Dass diese Strecke während der derzeitigen Regenzeit als unpassierbar gilt, hielt uns nicht davon ab.
 
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Die Etappen der nächsten Tage durch die Calahari waren jedoch, abgesehen von einigen Gewittern, eher harmlos und gut dazu geeignet uns gegenseitig näher kennen zu lernen und uns am Lagerfeuer an das Campingleben zu gewöhnen.
während Georg und Daniel mit seiner Familie in ihren beiden Trucks nächtigten, nächtigten vier Leute der Feuerwehrbesatzung in den beiden vorhandenen Betten und auf dem Boden. Für die noch verbleibenden drei Personen standen zwei Zelte zur Verfügung, die solange es nicht regnete auch gerne aufgebaut wurden.
 
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Je mehr wir uns dem Okavangodelta näherten um so feuchter und weicher wurde der Untergrund, bis schliesslich unsere 12 Tonnen schwere Feuerwehr das erste Mal bei einer kleinen Flussdurchfahrt stecken blieb. Dank Daniels Seilwinde war es jedoch kein Problem, das Fahrzeug buchstäblich aus dem Dreck zu ziehen.
 
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Wesentlich schwieriger war es dagegen, die in der Karte und im GPS verzeichnete "Strasse" durch den Dschungel zu finden. Diese endete nach vielen Schlammpfützen schliesslich vor einem See, direkt neben den Hinterlassenschaften eines Elefanten. Da wir keine Möglichkeit fanden das Wasser zu umfahren, versuchte zunächst der Unimog als das leichteste und geländegängigste Fahrzeug, den See zu durchqueren.
 
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Tatsächlich erreichte der Unimog nach 45 Sekunden Vollgasfahrt das andere Ufer, ohne das der Motor Wasser schluckte oder Till und ich als Beifahrer nasse Füsse bekamen.
Wir staunten nicht schlecht als Markus den Entschluss fasste, die Seedurchfahrt mit der Feuerwehr zu wagen, wie auf den Fotos von Till Optenhögel und meinem Video zu sehen.

Wie durch ein Wunder erreichte auch dieses vollbeladene Fahrzeug mit Allradantrieb aber ohne Differenzialsperre das andere Ufer des Sees, ohne sich fest zu fahren.
 
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Nun lies sich auch Daniel die coole Socke nicht mehr lange bitten. Mit Vollgas pflügte er mit seinem geländegängigen 1113 Rundhauber durch den See, siehe Foto von Till Optenhögel und mein Video. Dabei schaffte er es als Einziger, nicht nur Wasser sondern auch Fische ins Fahrerhaus zu bekommen.
 
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Wenig später schlugen wir unser Nachtlager in Mitten von Elefantenfussabdrücken und hohem Gras auf.
Hier abseits der Zivilisation galt es, besondere Vorsicht vor Schlangen walten zu lassen. So führt der Biss einer schwarzen Mamba innerhalb weniger Minuten zum Tod durch Atemstillstand. Ebenso sollte man den Biss einer Puffotter vermeiden und dafür sorgen, dass einem keine Speikobra erblinden lässt.
 
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Auch wenn wir nicht ständig mit Sonnenbrillen herum liefen, so legten wir doch Wert auf festes Schuhwerk und lange Hosen. Ausserdem bewegten wir uns möglichst langsam und stampfend im Busch vorwärts. An raschelnden Geräuschen erkannten wir dann, dass sich kleine Tiere auf der Flucht vor uns befanden. Natürlich war uns bewusst, dass sich durch Stampfen keine Puffotter vertreiben lässt.
 
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Als wir am nächsten Morgen unsere Fahrzeuge wieder beladen hatten und weiter fahren wollten, merkten wir dass die Kupplung der Feuerwehr nicht mehr funktionierte. Wahrscheinlich eine Folge unserer gestrigen Seedurchfahrt. Zunächst startete Markus den LKW mit eingelegtem Gang, bis die Bordbatterien schwach wurden. Anschliessend sorgten wir mit Hilfe eines starken Gummispanners dafür, dass die schwergängige Kupplung wieder einkuppelte.
 
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Langsam ging es weiter durch riesige Matschlöcher in Mitten des breiter werdenden Schotterweges in Richtung des Chobe Nationalparks, dessen Tor Mababe wir am Nachmittag erreichten. Da uns die kostenlose Transitpassage durch den Park verweigert wurde, kam es zwischen Daniel und den Parkrangern zu starken Differenzen, die sich in unsere Gruppe übertrugen. Nach zähen Verhandlungen gelang es uns jedoch, einen guten Kompromiss zu erzielen.
 
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Da Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen einen vielfach höheren Eintrittspreis als PKW bezahlen müssen, änderten wir das Gewicht der 12 Tonnen schweren Feuerwehr in den Fahrzeugpapieren entsprechend ab und beglaubigten unsere Änderung mit dem Bundesadler eines herumliegenden 1 DM Stücks. Als Stempelkissen diente ein Filzstift.
Da unsere beiden anderen Fahrzeuge augenscheinlich kleiner und leichter waren als die Feuerwehr, brauchten wir für Daniels 8 Tonnen schweren Rundhauber und den 5 Tonnen schweren Unimog keinen Nachweis erbringen, bevor wir endlich das Permit für den nächsten Tag erwerben konnten.
 
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Den Abend verbrachten wir vor dem Tor des nicht eingezäunten Tierparks. Nachts wurden wir durch Löwengebrüll, raschelnde Geräusche und knackende Zweige geweckt. Im Mondlicht sahen wir, dass sich Hyänen über unsere Müllbeutel hermachten.
 
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Am nächsten Morgen funktionierte der Starter von Daniels LKW nicht mehr. Nachdem Georg das Fahrzeug mit seinem Unimog angezogen hatten, liessen wir uns selber in den Park ein, da die Ranger nicht pünktlich waren.
Der kaum sichtbare Weg durch den Tierpark stellte auch heute wieder hohe Ansprüche an uns und unser Material. Obwohl man im Park nicht aussteigen darf, blieb die Feuerwehr im Matsch stecken und musste von Daniel mit Hilfe der Seilwinde herausgezogen werden.
 
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Schon nach wenigen Metern sahen wir die ersten Löwen und fragten uns, was nachts im Zelt alles hätte passieren können.
 
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Wir hatten viel Spass im Park und freuten uns über die vielen verschiedenen Tierarten die wir zu sehen bekamen.
Zunächst kreuzten Zebras unseren Weg, dann sahen wir in der Ferne eine Giraffe neben einer Straussenherde stehen. Etwas weiter begegnete uns eine Herde Büffel und dann sahen wir endlich in der Ferne unseren ersten Elefant.
 
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Je weiter nördlich wir kamen des do mehr Tiere sahen wir. Gegen Ende dieses schönen wildlife reserves trafen wir immer wieder auf Elefanten und hatten plötzlich eine Herde Giraffen um uns herum.
 
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Wir legten immer wieder Pausen ein und beobachteten das Verhalten der Tiere in der Savanne. Am Abend mussten wir uns richtig beeilen, um rechtzeitig vor Torschluss nach 100 Kilometern den anderen Ausgang des Parks zu erreichen.
Hier am Tor füllten wir noch schnell unsere Wassertanks auf, stellten fest dass der Duschwassertank der Feuerwehr durch die Verwindung leckt, und schlugen einige Kilometer weiter unser Nachtlager auf.
 
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Die Freude an unserem Lagerfeuer und meinen Tunfischnudeln währte jedoch nicht lange. Als wir bei einbrechender Dunkelheit von Elefantengebrüll aufgeschreckt wurden, beschloss Daniel alles stehen und liegen zu lassen und uns in den Fahrzeugen in Sicherheit zu bringen.
 
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Zum Glück verlief die Nacht ohne weitere Zwischenfälle. Nachdem Georg Daniels LKW angezogen hat, verliessen wir am nächsten Tag zeitig unseren Schlafplatz. Schon nach wenigen Kilometern stellten wir fest, das der Vorderreifen der Feuerwehr irgendwie platt aussah. Da wir jedoch einige Reserveräder auf dem Dach mitführten, war der Austausch schnell geschehen.
 
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Danach folgten wir der sandigen Piste, bis wir uns am Nachmittag wieder dem Caprivistreifen Namibias näherten. Hier, zurück in der Zivilisation legten wir eine Pause ein, um gruppeninterne Unstimmigkeiten zu klären. A nschliessend klingelte Markus Handy. Die Folge dieses Anrufs war, dass Markus unsere Gruppe verlassen musste um schnellstmöglich zu seiner Firma nach Namibia zurück zu kehren.
 
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So wurde ich zum Fahrer der Feuerwehr. während Daniel Markus zur Namibianischen Grenze fuhr, fuhren wir zur nächsten Stadt um unsere knapp werdenden Lebensmittelvorräte und vor allem unsere Spritreserven vor der Einreise ins teuerste Land Afrikas wieder auf zu stocken.
 
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Anschliessend fuhren wir gemeinsam mit unseren relativ kurzen Fahrzeugen vorbei an einer kilometerlangen Schlange LKW, die hier bis zu 7 Tage auf eine Überfahrt warten müssen, zum Anlegepunkt der Kazungula Fähre wo wir unser Nachtlager aufschlugen.
 
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Am nächsten Morgen erledigten wir sehr zeitig die notwendigen Ausreiseformalitäten und warteten bei Sonnenaufgang auf die Fähre. Mit einem etwas mulmigen Gefühl quetschten wir uns nacheinander mit unseren Fahrzeugen zu einem der riesigen LKWs mit auf den klapprigen Kahn.
 
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Es verlief jedoch alles gut und so konnten wir die Fähre schon nach kurzer Zeit am anderen Ufer wieder verlassen (danke Till Optenhögel für das Foto auf dem ich mit der Feuerwehr durchs Wasser pflüge).
 
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Hier herrschte absolutes Chaos. Überall parkten LKW kreuz und quer, so dass wir kaum durch kamen und nachfolgende LKW die Fähre nicht verlassen konnten.
Kaum wurden wir als Weisse erkannt, da stürzten sich auch schon zahlreiche Leute auf uns um uns irgend etwas zu verkaufen. Wir entschieden uns für einen Führer, der uns durch bei den Einreiseformalitäten nach Sambia helfen wollte.
 
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während immer mindestens einer von uns die Fahrzeuge im Auge behielt, galt es zunächst für 50 US$ pro Person die notwendigen Visa zu besorgen. Als Ziel gaben wir Livingston an. Ein Transitvisum wäre mit 75US$ teurer gewesen. Für US Amerikaner kostete das Visum übrigens 130 US$.
Anschliessend mussten die Zolldokumente für die Fahrzeuge ausgefüllt und abgestempelt werden (wir verwendeten die ganze Tour über keine Carnet de Passage Zolldokumente, obwohl die Feuerwehr mit deutschem Kennzeichen fuhr).
 
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Dann musste für jedes Fahrzeug eine 2500 Quatscha oder 50 Euro teure, einen Monat gültige Versicherung abgeschlossen und in Landeswährung bezahlt werden. Anschliessend bezahlten wir die Überfahrt mit der Fähre und besorgten für die Fahrer einen obligatorischen Polizeistempel. Nun fehlten nur noch für jedes Fahrzeug die Carbonsteuer und die Roadtax. Letztere lösten wir nur bis Livingstone, da unser Budget allmählich knapp wurde. Dieses führte zwar zu Disskusionen bei der Ausreise, aber sparte uns ein Vermögen.
 
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Spät am Nachmittag konnte es endlich weiter gehen, nachdem Daniel seinen Dieselfilter gewechselt hat. Wenige Kilometer weiter fiel uns ein Campingplatz auf, vor dessen Tor ein Trabbi stand. Neugierig geworden beschlossen wir, die folgende Nacht hier im Nonamecamp zu verbringen.
 
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Der deutsche Besitzer liess uns nicht nur sein Internet benutzen sondern erzählte uns auch wie schwer es in einem Land wie Sambia ist, die notwendigen Genehmigungen und Stempel für den Betrieb eines eigenen Bussinesses zu bekommen.
Auch ist es nicht leicht und extrem teuer alkoholische Getränke für die Bar und Zutaten für das Restaurant zu bekommen.
 
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während Daniel am nächsten Tag auf dem Campingplatz blieb um seinen Starter zu zerlegen und zu reinigen, besichtigten wir die Viktoriafälle.
Da gerade Regenzeit war, bot sich uns ein gigantisches Naturschauspiel für alle Sinne. Mit Badehose und Flipflops bekleidet liefen wir an den tosenden Wasserfällen vorbei, von denen wir kaum mehr als eine weisse Gischtwand sahen. Gleichzeitig schien die Sonne und aufgepeitschtes Wasser prasselte auf uns herab. Selten hatten wir so viel Spass und waren gleichzeitig so nass.
 
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Auf dem Weg zum "Boiling Pott" unterhalb der Wasserfälle trockneten wir schnell wieder. Durch tropischne Urwald wanderten wir über Felsen und durch Bäche vorbei an einigen Affen immer weiter hinab. Unten angekommen sahen wir wie riesige Wassermassen einen Strudel bildeten, bevor sie ihren Weg unter der Brücke die nach Simbabwe führt fortsetzten.
Wir waren Zeuge wie ein Mann den 111 Meter tiefen Sprung am Bungeeseil in die Tiefe des Zambezi River wagte, so wie ein Jahr zuvor Charley Boorman der auf seinem "Long way down" mit seinem Freund Ewan Mc Gregor auf dem Weg von Scotland nach Südafrika war. In der Galileo Sendung vom 06.06.2013 geht es darum, dass dieses Seil beim Sprung einer Australierin gerissen ist.
 
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Unser Weg führte uns jedoch weiter nach Nordosten. Eines Abends erhielten wir die Erlaubnis, unser Nachtlager auf einer Farm aufschlagen zu dürfen. Wir waren gerade dabei unser Abendessen zu kochen als die Kinder der in der Nähe lebenden Farmarbeiter zu uns liefen um uns den ganzen Abend lang interessiert zu beobachteten.
 
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In Lusaka wurden wir dagegen kaum beachtet, als wir eine Nacht auf dem Parkplatz einer grossen Supermarktkette verbrachten. Zuvor hatten wir einige Tage auf dem Gelände von Mercedes aufgehalten um unsere Trucks gründlich abschmieren zu lassen. Nun funktionierte auch die Kupplung der Feuerwehr wieder.
Am Abend holten zwei zwielichtige Gestalten unsere Passbilder ab, um uns über Nacht einen LKW Führerschein zu erstellen. Leider hörten wir nie wieder etwas von den beiden. Dass war auch nicht weiter schlimm, denn ich fragte immer wenn uns ein Polizist anhielt nach der nächsten Tankstelle und gab dankend Gas, noch bevor er nach unseren Dokumenten fragen konnte. Später bekam ich aus Sicherheitsgründen einen Kartoffel Stempel ins LKW Feld meines internationalen Führerscheins.
 
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Georg hatte während unserer Zeit in Lusaka einen Stellplatz für seinen Unimog organisiert und verliess uns, da in Deutschland Arbeit auf ihn wartete. Henri verliess uns ebenfalls, um Freunde zu besuchen.
Einige Tage später wollte auch Daniels Frau mit ihrer Tochter wieder nach Deutschland fliegen. Daher blieb Daniel mit seinem Truck in Lusaka zurück, während wir zu fünft unsere Reise langsam mit der Feuerwehr fortsetzten.
Wir fuhren durch schöne, bergige Landschaft und fanden gegen Abend einen schönen Stellplatz abseits der mit Schlaglöchern übersäten Strasse.
 
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Da ich nicht riskieren wollte, die Feuerwehr ohne Daniels Seilwinde in der Nähe fest zu fahren, stieg ich aus und lief nur mit Turnschuhen und kurzer Hose bekleidet ins ein Meter hohe Gras um zu überprüfen ob der Boden matschig oder fest genug für das 12 Tonnen schwere Fahrzeug ist.
 
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Dabei spürte ich plötzlich einen stechenden Schmerz in der Ferse meines linken Fusses. Augenscheinlich war ich im hohen Grass auf eine Schlange getreten, was zwei kleine Einstiche bewiesen. Sofort erinnerte ich mich an dass, was ich zuvor über Schlangen gehört hatte: "Es gibt in Afrika die schwarze Mamba. Ihr Biss ist innerhalb von 3 Minuten tödlich. Es bleibt einem also gerade noch die Zeit für eine Zigarette und eine SMS. "
Da ich nicht rauchte und zwei Tagesreisen von der nächsten Stadt entfernt auch keinen Empfang hatte, griff ich zum Küchenmesser und schnitt mir tief in die Ferse, um das Gift ausbluten zu lassen.
Dieser Vorfall blieben zum Glück ohne weitere Folgen. Immerhin gibt es in Afrika auch viele ungiftige Schlangen.
 
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Wir waren gerade dabei ein Lagerfeuer in Gang zu setzen und Kartoffeln in Alufolie ein zu packen, als wir wieder mal Besuch von neugierigen Kindern aus der Nachbarschaft erhielten.
 
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Die Kinder zeigten uns am nächsten Tag ihre Rundhütten und die Hütten ihrer Nachbarn. Die Leute hier leben nicht nur vom Bananen- und Maisanbau sondern halten auch Hühner und Ziegen und besitzen sogar Zuchtbecken für Fische die später auf dem Markt verkauft werden.
 
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Im Gegensatz zu grossen Städten in denen wir als Weisse grundsätzlich nur wie Geld auf Beinen behandelt wurden, begrüsste man uns hier überall sehr freundlich und ohne uns in irgend einer Weise zu bedrängen. Wir blieben zwei Tage, dann zog es uns weiter in Richtung der Malawischen Grenze.
 
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In einem kleinen Dorf versuchten wir Brot und frisches Gemüse zu kaufen. Leider wurden wir auch hier wieder mal massiv von Bettlern bedrängt, die bei unserer Abfahrt sogar versuchten mit ein zu steigen. Nur durch einen beherzten Tritt aufs Gaspedal konnte ich sie daran hindern.
 
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Unser Nachtlager schlugen wir relativ gut versteckt abseits der Strasse auf. Sabine bereitete überm Lagerfeuer Stockbrot zu welches wir gemeinsam mit vorgekochten Folienkartoffeln und Silvias Tomatensalat verspeisten. Ein wahrer Genuss, wenn nur die Mücken nicht gewesen wären.
 
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Gegen Malaria nahmen einige von uns wöchentlich vorbeugend das Mittel Lariam. Andere vertrauten eher auf plastiklösende Antimückensprays oder Doom. Für den Notfall hatten wir einige Packungen Coartem dabei.
 
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Den Tag darauf erreichten wir die Grenze nach Malawi. Hier trafen wir und auf einem Campingplatz wieder mit Daniel zusammen. Gemeinsam schlossen wir am nächsten Morgen die 38 US$ teuren vorgeschriebenen Fahrzeugversicherungen für Malawi ab und erledigten die 10 US$ günstigen Grenzformalitäten, die jedoch in Landeswährung zu bezahlen waren, welche wir erst auftreiben mussten.
 
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Dabei viel einem der Grenzbeamten auf, was den zahlreichen Polizeikontrollen zuvor entgangen war: dass wir bisher pro Fahrzeug 80 US$ zu wenig Roadtax bezahlt hatten. Da wir mit unseren Trucks die Grenze blockierten, wurde nach einigem hin und her jedoch nicht mehr auf das Nachzahlen dieser Gebühr bestanden.
 
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Einige Kilometer weiter bestanden die malawischen Beamten auf das Zahlen der 51 US$ Strassengebühr pro Fahrzeug für ihr Land. Überhaupt nahmen die malawischen Beamten ihren Job viel ernster als ihre Kollegen zuvor.
 
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Kontrollen konnte man nur verhindern, indem man die Beamten gleich nachdem sie einen angehalten haben nach der nächsten Tankstelle etc. fragt.
Nach einem klasse Offroadetappe von Lelongwe nach Dobra, erhielten wir gegen Abend erfreulicher weise die Erlaubnis, eine Nacht direkt am Malawisee auf dem Privatstrand einer Zuckerrohrplantage zu stehen.
Nach der Anstrengung und Hitze der letzten Tage war es klasse, endlich mal wieder richtig zu Schwimmen und Klamotten waschen zu können. Angst vor dem Bilharziose-Wurm bzw. Schistosomiasis hatten wir inzwischen nicht mehr. Zu oft waren wir bereits mit stehendem Wasser in Berührung gekommen. Statt dessen planten wir einen Arztbesuch bzw. die prophylaktische Einnahme von Praziquantel nach der Reise.
 
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Ostern feierten wir etwas weiter nördlich auf einem Campingplatz direkt am See. Hier konnten Till und ich als Inhaber eines Seegelscheins einen Katamaran mieten, was unserer inzwischen nur noch sechsköpfigen Gruppe riesig Spass machte. Es war also alles im grünen Rahmen (Intern).
 
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Dass zur selben Zeit am Nachbarstrand eine Frau von Krokodilen, die während der Regenzeit gelegentlich in den Malawisee gespült werden gefressen wurde, erfuhren wir erst später.
 
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Wir genossen das Leben und gingen lecker essen, bevor es uns nach einigen Tagen weiter nach Norden zog.
Unterwegs mussten wir immer wieder anhalten und in vielen kleinen Läden nach Dieselfiltern für Daniels Truck suchen. Wir bekommen zunehmend die Vermutung, dass das Problem nicht auf verdreckten Treibstoff sondern auf eine defekte Dieselpumpe zurückzuführen ist.
 
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Die Einreise nach Tansania verlief problemlos, wenn man mal von starken Spannungen innerhalb der Gruppe absieht. Neben 50 US$ pro Person für den Visumstempel im Reisepass waren einige Kilometer nach der Grenze 57 US$ Roadfee pro Truck fällig. Die vorgeschriebene Versicherung sparten wir uns, da diese nicht kontrolliert wurde.
 
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Wir legten einige Kilometer zurück, dann schlugen wir unser Nachtlager wieder mal abseits der Strasse auf. Am nächsten Morgen waren wir gerade dabei unser Frühstück ab zu räumen, als sich uns plötzlich zahlreiche Männer näherten. Sie waren mit Macheten und Gewehren bewaffnet und forderten uns auf, ihnen in ihr Büro zu folgen.
 
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während Daniel die Männer vergeblich nach ihren Ausweisen fragte und heraus zu finden versuchte was diese genau von uns wollten, machten wir die Fahrzeuge rasch abfahrbereit. Als sich die Situation zuspitze, Verhandlungen keinen Erfolg zu haben schienen und der Erste sein Gewehr von der Schulter nach vorne holte, beschlosse wir zu verschwinden.
 
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Zunächst schienen wir den Handzeichen der Leute folge zu leisten. Dann jedoch bog ich mit Vollgas in Richtung der Hauptstrasse ab, ständig in der Erwartung fallender Schüsse. Im Rückspiegel sah ich Daniel folgen. Dank Allrad meisterten wir den matschigen Strassengraben mit starker Verwindung des Fahrwerkes, erreichten die asphaltierte Schlaglochpiste nach Iringa und gaben Stoff.
 
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In Iringa suchten wir wieder mal vergeblich nach Dieselfiltern, gingen Einkaufen und besuchten ein Internetcafe. Übernachten durften wir auf dem Grundstück eines freundlichen Deutschen, den wir unterwegs trafen und der Daniel ein Jobangebot als Mechaniker machte.
 
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Die Piste in Richtung Dodoma bestand teilweise aus Wellblech teilweise aus extremem Schotter. Fuhr man langsam, rappelte es im Fahrzeug das man glaubte, es würde gleich zerfallen. Fuhr man schnell, drohte man in plötzlich auftauchenden, tiefen Schlaglöchern seine Achsen zu verlieren.
 
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Für diese Strecke brauchten wir zwei Tage. Übernachtet haben wir zwischen Akazien und dicken Baobab Affenbrot Bäumen im Gebiet der Hehe. Diese weckten uns am Morgen durch schaurige, unrhytmische Töne, die die Einheimischen einem Fidelähnlichen Instrument entlockten.
In Dodoma suchten wir vergeblich nach einer Mercedesniederlassung um Motorbolzen für die Feuerwehr zu erwerben, die wir unterwegs verloren hatten und die Daniel provisorisch durch normale, ungehärtete Schrauben ersetzt hat, damit der Motor nicht am Kühler schleift.
 
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Da Daniel ausserdem bereits seine Duschwasserpumpe zur Unterstützung seiner Dieselpumpe in seinen Tank eingebaut hatte, verzichteten wir auf den Abstecher zum Arushapark und dem Kilimanjaro und beschlossen, am nächsten Tag direkt nach Dar es Salaam zu fahren.
 
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Wir hatten gerade den Stau in Richtung Dar es Salaam erreicht als wir feststellten, das Daniels Truck einen Platten hat. Als dann auch noch unser Werkzeug geklaut wurde, während wir gerade den Ersatzreifen mit Hilfe des Bordkompressors aufbliesen, erreichte die Stimmung innerhalb der Gruppe einen Tiefpunkt. Daniel beschloss die Tour ab zu brechen und ein Jobangebot in Malawi an zu nehmen.
 
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Ersteinmal fuhren wir jedoch zur nächsten Mercedesniederlassung, wo wir übernachteten. Am nächsten Tag schickte man Daniel zu Bosch, wo sein Anlasser und die Dieselpumpe wieder in Stand gesetzt wurde. Wir fuhren unterdessen mit der Feuerwehr an den Strand und genossen den indischen Ozean, da unsere fehlenden Motorbolzen frühestens drei Wochen später geliefert werden könnten.
 
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Anschliessend buchte ich wie schon unsere beiden Mädels ein Rückflugticket nach Deutschland.
Da wir bis zu unserem Flug jedoch noch einige Tage Zeit hatten, beschlossen wir einen zweiten Anlauf zu nehmen um den Kilimanjaro (siehe Bild) und den Arusha Tierpark doch noch zu sehen.
 
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Mit Scandinavia Busreisen fuhren wir 600 Kilometer nach Arusha und quartierten uns in ein kleines Hotel ein.
In den nächsten Tagen erkundigten wir uns nach verschiedenen Möglichkeiten den Arusha Tierpark zu besuchen, buchten eine Tour und besichtigten einen grossen Markt.
 
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Hier wurden nicht nur viele Bananen sondern auch alle Anderen Dinge des täglichen Lebens wie aus alten Reifen gefertigte Schuhe verkauft. Auch wurden verschiedene Stoffe angeboten, aus denen noch vor Ort mit Hilfe mechanischer Nähmaschinen Kleidunsstücke genährt wurden.
 
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Am anderen Ende des Marktes handelten Männer mit Ziegen, Schafen und Kühen. Die polygam lebenden Männer der Massei waren ihrer Tradition entsprechend gekleidet und alle mit einem Stock und einem Messer versehen.
 
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Pünktlich um 10 holte uns unser Fahrer mit seinem Toyota Landcruiser am nächsten Morgen bei Regen an unserem Hotel ab. Leider blieben wir schon nach wenigen Metern mit Spritmangel liegen. Unser Fahrer hatte schlicht vergessen zu tanken. Er organisierte ein Taxi, welches ihm einen Kanister voll Diesel brachte.
 
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Da dieses natürlich zu wenig für unsere gebuchte Tour durch den Arusha Tierpark war, fuhren wir danach ebenfalls zur Tankstelle. Beim Einbiegen übersah unser Fahrer ein entgegenkommendes Taxi und prallte frontal mit ihm zusammen.
 
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Glücklicherweise wurde bei diesem Unfall niemand ernsthaft verletzt, so dass wir unseren Ausflug wenig später mit einem anderen Fahrer und einem anderen Landcruiser fortsetzen konnten.
 
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Schon nach den ersten Metern im Arushapark hörte es auf zu regnen und wir sahen die erste Giraffe auf der Strasse stehen. Ihr folgten im Lauf des Tages noch zahlreiche Artgenossen. Auf einer Lichtung sahen wir eine Herde Büffel und einige Zebras grasen.
 
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Auf einer Lichtung sahen wir eine Herde Büffel und einige Zebras grasen.
Am anderen Ende des Tierparks wartete bereits ein bewaffneter Ranger darauf mit uns eine mehrstündige Walkingsafari zu machen. Dabei sahen wir erneut eine grosse Herde Büffel so wie Wildschweine und einige Affen.
 
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Auf der Rückfahrt fanden wir uns plötzlich in mitten einer etwa zwanzigköpfigen Giraffenherde wieder. Wir waren erstaunt, wie gut sich so grosse Tiere im Dickicht verstecken können.
 
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Am folgenden Tag fuhren wir mit einem Daladala, einem einheimischen Bus in dem mehr als doppelt so viele Leute transportiert werden als in Europa üblich, 100 Kilometer nach Moschi.
 
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Hier zwang mich eine üble Grippe dazu, im Hotel zu bleiben, während die Anderen am Fusse des Kilimanjaro wandern gingen. Eine Besteigung des Berges hätte rund 1000 Dollar Eintritt gekostet. Leider war der höchste Berg Afrikas die ganze Zeit in dichten Wolken verborgen.
 
Offroad extrem - im 4x4 LKW durch Afrika
Zurück nach Dar es Salaam wollten wir uns wieder Luxus gönnen und mit Scandinavia fahren. Leider hatte der Bus unterwegs eine Motorpanne und blieb solange stehen, bis das benötigte Ersatzteil Stunden später endlich mit einem anderen Bus von irgendwoher gebracht wurde.
 
Offroad extrem - im 4x4 LKW durch Afrika
Dadurch verlängerte sich unsere Reisezeit von 6 auf über 15 Stunden, was meinem angeschlagenen Gesundheitszustand nicht gerade förderlich war. Als wir gegen drei Uhr morgens endlich in Dar es Salaam ankamen, schlugen wir unsere Zelte direkt in der Wartehalle auf und versuchten einige Stunden zu schlafen.
 
Offroad extrem - im 4x4 LKW durch Afrika
Dann fuhren wir mit einem Taxi zu Daniel, der inzwischen auf dem Gelände einer Reifenfirma stand, holten unsere letzten Dinge aus der Feuerwehr und fuhren zurück an den Strand.
 
Offroad extrem - im 4x4 LKW durch Afrika
Hier verbrachten wir fünf unseren letzten gemeinsamen Tag. Am nächsten Morgen flogen Silvia und ich mit Qatar Airlines nach Qatar, wo sich unsere Wege trennten. 15 Stunden fror ich in der klimatisierten Flughalle des heissesten Landes der Erde, bevor es in einem sehr bequemen und gut ausgestatteten Flieger weiter nach München ging.
 
Offroad extrem - im 4x4 LKW durch Afrika
Meinem Kumpel, der extra gekommen war um mich am Flughafen ab zu holen, möchte ich an dieser Stelle herzlich danken: Alter, irgendwann machen wir auch mal eine Reise zusammen (siehe hier).
Alle Angaben ohne Gewähr. Sämtliche Handlungen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten zu real existierenden Orten oder Personen sind rein zufällig. Weiter gehts auf der nächsten Seite.
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